Anmerkungen zum PD-Programm NO_TASTE
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Das Archiv NO_TASTE.ZIP sollte folgende Dateien enthalten:
  - NO_TASTE.TOS   -> Programm
  - NO_TASTE.TXT   -> dieser Text
  - NO_TASTE.S     -> Sourcecode
  
Das Programm darf und soll an alle ATARI-User weitergegeben werden, aller-
dings nur mit allen oben genannten Dateien und nicht kommerziell.


Version 1.0

Falls ein potentieller Nutzer auch zu denjenigen gehrt, die TOS >= 2.05
besitzen und sich ber die nervige Bootverzgerung rgern, der kann nun
aufatmen:
Eine Diskette mit dem Bootprogramm NO_TASTE macht eine Tastatureingabe
berflssig, denn es simuliert diese!
Die Wartezeit nach einem Kaltstart wurde von ATARI deswegen eingefhrt,
weil einige Festplatten eine recht lange Zeit brauchen, um "hochzufahren".
So weit - so gut. Es soll aber auch Leute geben, deren Festplatte auch bei
gleichzeitigem Einschalten mit dem Rechner zusammen schnell genug ist.
Ferner soll es Leute geben, die noch keine Platte haben. (Arme Schweine!)
Und schlielich sind wohl alle betroffen, wenn man einen Kaltstart per
Tastatur erzeugt. Kurzum: Es wird schon ein paar Menschen geben, die was
mit diesem Utility anfangen knnen.
Zwei Besonderheiten mssen noch erwhnt werden:
  1. Die Tastatureingabe wird NUR nach einem Kaltstart simuliert.
  2. Bei alten Betriebsystemen ohne Bootverzgerung passiert gar nichts.
Es ist nmlich durchaus wichtig, den Tastaturbuffer nicht berflssig zu
fllen, da es z.B. Festplattentreiber gibt, die ebenfalls Tasten auswerten.
Z.B. ermglicht "HUSHI", da man durch Eingabe einer Laufwerkskennung von
diesem Gert bootet. Ist also im Tastaturbuffer bereits ein Zeichen vor-
handen, so wird "HUSHI" dieses auswerten. Im Falle des vorliegenden Pro-
gramms, das die Leertaste simuliert, wrde also nach einem Warmstart immer
von C: gebootet, da keine gltige Laufwerkskennung eingegeben wurde.
Wie kommt das Programm in den Bootsektor der Diskette? Nun, einfach dadurch,
da man das Programm NO_TASTE.TOS startet, welches nach einer Tastenabfrage
diese Arbeit verrichtet. Bei mehreren Floppies kann auch auf B: geschrieben
werden! Bei Schreibschutz o.. Fehlern erhlt man die Meldung 'Diskerror'.
Meistens wird man dann ja wohl schon wissen, was gemeint ist; ich hatte
keine Lust, das im Detail noch zu prfen.
Zum Programm:
Da eine Abfrage der "memval"-Variablen zum Zeitpunkt des Bootens nicht mehr
klarstellt, ob es sich um einen Kalt- oder Warmstart handelte, wurde ein
anderer Weg beschritten, nmlich genau der, den auch das TOS whlt: Die
Abfrage des Timers. Ist die Zahl der vergangenen 200Hz-Ticks grer als
16000 (also 80 sek.), so wird ein Warmstart angenommen. Alles andere ent-
nehme man dem Assembler-Sourcecode.

Version 1.1
Einen wichtigen Hinweis erhielt ich kurze Zeit, nachdem ich das Programm in
die Muse loslies: "Schn wre eine variable Wartezeit-Eingabe!" Recht hat
derjenige, der diese Anmerkung kundtat - deshalb ist das Programm jetzt
so gendert, da man eine Wartezeit eingeben kann, die nach dem Einschalten
vergehen soll. Diese Zeit wird in dieser Situation immer gewartet, d.h. sollte
es jemand geben, der ein altes TOS und eine lahme Platte hat, der kann nun
auch in dieser Konstellation alle zusammen einschalten! Der Tastenklick wird
jedoch nach wie vor erst ab dem 2.xx-TOS simuliert (s.o.).
brigens: Die Zeiteingaberoutine ist mit Sicherheit noch nicht ganz fehler-
frei; diese zu beheben, habe ich aber nun wirklich keine Lust mehr. Schlie-
lich ist das Installation ja keine Applikation, sondern nur so'n kleines
Hilfsprogrmmchen nebenbei!

Version 1.2
Ein ganz anderes rgernis kann man jetzt auch mit einem von NO_TASTE erzeug-
ten Bootsektorprogramm vermeiden: Das Steprate-Problem bei HD-Floppies und
alten TOS-Versionen (also 1.00, 1.02, 1.04). Diese alten TOS-Versionen konn-
ten HD-Disketten nur mit 6 oder 12 ms Steprate lesen/schreiben. Man mute
daher zunchst immer mit Festplatte oder DD-Disk booten und ein Programm
starten, das die Steprate entsprechend ndert. Der Bootsektor von HD-Disket-
ten konnte aber immer gelesen werden. Mit einem entsprechenden Programm im
Bootsektor ist somit das Problem gelst; man kann somit auch mit den alten
TOS-Versionen von einer HD-Disk booten.
Bei NO_TASTE kann man jetzt auch die Steprate vorgeben, die fr die beiden
Floppies eingestellt werden sollen; sie knnen aber auch unverndert bleiben!

Version 1.3
Ab dieser Version lt sich die manuell eingestellte Wartezeit wie beim TOS
wieder durch eine Taste abbrechen. Das ist auf Wunsch eines einzelnen Herrn
eingebaut worden, der nach einem Tastatur-Kaltstart sage und schreibe 12 sek.
warten mute, obwohl seine Platte ja seit dem Rechner-Start bereit war.
Heit also: NO_TASTE hnelt insgesamt doch wieder recht stark der in den
neueren TOS-Versionen verwendeten Variante (Warten oder Taste drcken), aller-
dings ist es wesentlich flexibler, da sich die Wartezeit beliebig minimieren,
also an die persnlichen Verhltnisse am Rechner anpassen lt.
Die vollen Vorteile (gar keine Wartezeit) lassen sich hardwarebedingt so-
wieso nur mit schnell bereiten Platten (oder gar keiner) ausnutzen ...
Version 1.31
Es wurde ein kleiner Fehler bei der Textausgabe der Steprates beseitigt.

(Falls der Ausgabetext jemandem nicht gefallen sollte, kann man entweder
nach el-brutalo-Methode einen neuen ins Programm patchen oder besser den
Text im beigelegten Source-Code ndern und diesen neu assemblieren. Dabei
aber bitte unbedingt den Assembler alles optimieren lassen !!!)

                                             Martin Glodde

Bei Fehlern, Anmerkungen, Verbesserungsvorschlgen, usw. bitte eine Mail
schicken an:
                 glodde@zfn.uni-bremen.de
