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Warum sich an das SUBNETZ anschliessen ?
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Was bietet das Subnetz ?

Das Subnetz ist Teil des weltweiten USENET und bietet die Moeglichkeit
des Sendens und Empfangens  von "Electronic Mail" und "News" ueber das
urspruenglich nur auf UNIX existente  "UUCP-Protokoll". UUCP ist ein
"Store and Forward"-Verfahren; das heisst: die Nachrichten "huepfen" von
Rechner zu Rechner, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Dies wird meist
mit Hilfe von Telefonwaehlverbindungen ueber MODEM  bewerkstelligt.
Das Rueckgrat des USENET bilden aber heute keine UUCP-Rechner mehr, sondern
:ueber das INTERNET weltweit direkt verbundene meist in Universitaeten und
groesseren Firmen angesiedelte Systeme.

Faelschlicherweise werden UUCP-Netze umgangssprachlich gerne als "das
INTERNET" bezeichnet. 
Korrekt gesprochen setzt aber ein richtiger Internetanschluss die 
direkte Kommunikationsmoeglichkeit ueber das IP-Protokoll und damit
eine (Quasi-)Standleitung voraus. Der Zugang zum Internet 
erfordert daher einen gewissen finanziellen Aufwand an Hardware, Telekom-
gebuehren und laufenden Anschlussgebuehren. Deshalb ist der Zugang von
Privatpersonen im Augenblick erst in den Anfaengen.

Im folgenden beschraenken wir uns also auf die Moeglichkeit, EMail und
News und  Datei-Transfer  ueber UUCP zu fahren.

Mit EMail kann man Tausende von Netzteilnehmern auf der ganzen Welt
erreichen. Ausserdem kann EMail fuer die Bestellung und  automatische
Zusendung von freier Software genutzt werden.  Die Laufzeiten schwanken
:heute von wenigen Stunden ( Deutschland ) bis knapp ein Tag ( hinterste 
Ecke von Australien ). NetNews bietet ca. 5000 "Schwarze Bretter" zu den
verschiedensten technischen und nichttechnischen Themengebieten.


Moechtest Du Dich wirklich an das Subnetz anschliessen ? Die Entscheidung ist 
nicht ganz einfach:

Ein Vorteil dieser Methode gegenueber der Teilnahme an einer oeffentlichen
Mailbox, welche ja selbst an das USENET angeschlossen sein kann,   ist,
dass man eine Menge Telefonkosten spart. Die Nachrichten werden auf den 
teilnehmenden Rechnern vorbereitet und meist auch komprimiert.
Die eigentliche Verbindung dauert dann nur wenige Minuten, waehrend im
Hintergrund die beteiligten Dateien uebertragen werden.
Danach kann man in aller Ruhe lokal auf dem eigenen Rechner die 
eingegangenen Nachrichten lesen und bearbeiten.

Allerdings benoetigt diese Vorgehensweise selbstverstaendlich Speicherplatz
:auf der lokalen Festplatte.
Ausserdem reicht ein handelsuebliches Terminalprogramm leider fuer die
Teilnahme am Subnetz nicht aus. Man muss sich die noetigen Programme
auf den eigenen Rechner kopieren, konfigurieren und sie auch laufend
warten.
Gluecklicherweise ist diese Angelegenheit nur dann kompliziert, wenn man
Verteiler fuer weitere Teilnehmer ist. Fuer eine "Endstelle" gibt es 
inzwischen DOS-Software, die sich auch von Anfaengern innerhalb weniger
als einer Stunde einstellen laesst.


Angenommen, die Argumente fuer einen Subnetzanschluss seien ueberzeugend -
was tun ?

Der/die neue Teilnehmer(in)  nehme 
a einen Rechner und ein Modem und einen Telefonanschluss
b besorge sich Netzsoftware
c finde jemand, der einen Anschluss ermoeglicht ( germenglisch: feed )
:d Installiere die Netzsoftware und konfiguriere sie

Punkt a kann leider von hier aus nicht unterstuetzt werden  :-)  .
Die Punkte b-d  werden aber so weitgehend unterstuetzt, dass Du von jetzt ab 
in zwei Stunden am Netz sein kannst, falls der Rechner ein PC mit **DOS,
**-Windows oder OS-Halb ist und ein Terminalprogramm zur Verfuegung steht
(mit dem Du wahrscheinlich im Moment diese Zeilen liest ).

Versprochen!


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b besorge sich Netzsoftware
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Eine gute Netzsoftware besteht aus mehreren Komponenten:
- Uebertragungsprogrammen (UUCP: uucico,uux usw.)
- News-Verwaltung
:- Mail-Verwaltung
- Bedieneroberflaeche
- Kompressionsprogramme
- Verschluesselungsprogramme
- Umwandlungsprogramme fuer Dateiformate
  usw.

Fuer jede Rechnerarchitektur gibt es verschiedene Programmsysteme. Manche
sind Shareware, manche Freeware  und andere  sind  Kommerzware.

Ich habe mich entschlossen, hier auf diesem System u.a. "Crosspoint" fuer
PC  zum Download bereitzuhalten. Dies ist eine subjektive technische
Entscheidung, ueber die man stundenlang diskutieren koennte ....
Sicherlich gibt es andere Programme, welche in diesem und jenem Punkt
besser sind. Wenn jemand Alternativvorschlaege macht, biete ich auch
was anderes an.

Crosspoint ist meiner Ansicht nach im Moment eines der fortschwittlicheren
:Netzprogramme fuer **DOS, und es enthaelt die obigen Komponenten 
(und einige mehr).
Leider ist Crosspoint nicht umsonst, sondern Shareware ( dreissig Tage
zum Ausprobieren frei, danach bei Weiterverwendung eine einmalige Gebuehr
von DM 50.-   fuer eine UUCP-Privatlizenz ).

Der Download ist mit verschiedenen Protokollen moeglich, wobei "ZMODEM"
im Zweifelsfall das Empfehlenswerteste ist. Gestartet werden kann der
Saugvorgang aus dem Menu  oder - fuer UNIX-Begeisterte -  von der UNIX-Shell
aus.


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c finde jemand, der mir einen Anschluss ermoeglicht ( germenglisch: feed )
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Das ist im Zweifelsfall dieser Rechner hier ( bds.sub.org alias go.sub.de).
Lass mich zuerst einmal einen Ausschnitt der Karlsruher 
:Subnetz-Topologie vorstellen:

                    INTERNET 
                  subnet.sub.net
                        I
                        I
                        I
               flatlin.ka.sub.org
                I       i       i
                I       i        i
                I       i         i 
   pilhuhn.sub.org   bds.sub.org   lyxys.ka.sub.org
                     go.sub.de


Hierbei bedeuten grosse "I" eine Standleitung, kleine "i" eine Waehlleitung.
"Subnet" schliesst in der Regel keine "Endverbraucher" an, sondern fungiert
ausschliesslich als Verteiler. "Pilhuhn", "flatlin", "lyxys", "bds" und 
:einige andere ( Karlsruhe ist die Hochburg des Subnetzes ) haben freie
Pollkapazitaet und bieten Anschlussmoeglichkeiten.

Die Domain "go.sub.de" wurde ausschliesslich fuer den automatischen 
Anschluss von neuen Subnetz-Sites ins Leben gerufen. Durch ein Anmeldeskript,
welches nur nach Rechnernamen und einem selbstgewaehlten Identifikations-
passwort fragt, wird anonym  ohne Antrag und Laufzeit ein Subnetzanschluss
eingerichtet. Der neue Anschluss erhaelt die Domainadresse 
"<rechner>.go.sub.de" und den UUCP-Namen "<rechner>".

Fuer die Auswahl des Rechnernamens und des Passwortes findet man Hinweise
in der Datei "readme.dos", welche im naechsten Abschnitt angesprochen 
wird:

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d Installiere die Netzsoftware und konfiguriere sie
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:Crosspoint ist relativ leicht zu installieren. Allerdings hat die 
Beschreibung eine Laenge von ca. 300 Seiten. Um das Versprechen
wahrzumachen, innerhalb zwei Stunden am Netz zu sein, habe ich eine
abgespeckte Konfigurationsanleitung erstellt, welche in Kurzform die 
wirklich notwendigen Schritte enthaelt.  Diese Kurzanleitung heisst 
"readme.dos" und kann/soll zuerst in Augenschein genommen werden. 
Der einzige Punkt, der in der Anleitung offengelassen wird, ist die 
genaue Modemkonfiguration, da es zu viele Modemtypen gibt, um sie im
einzelnen zu erwaehnen.
Die Lektuere der Crosspoint-Dokumentation ist anschliessend selbstverstaend-
lich trotzdem erforderlich.

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Finale
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Quellen:
 Jonathan Kamens <jik@security.ov.com>
: Archive-name: site-setup   How to Become a USENET Site

Disclaimer:
  GOSUB ist ein nichtkommerzielles Projekt, welches vom Subnetzverein
  nicht ausdruecklich autorisiert ist ( aber auch nicht bekaempft wird ).
  Eventuell in diesem Informationsfile erwaehnte Markenzeichen werden
  selbstverstaendlich anerkannt. Wer meint, er habe sonst etwas abzumahnen,
  den soll der T...  holen.

  Es gibt ausser dem Subnetz noch andere Kommunikationsnetze fuer 
  Privatpersonen, welche nicht notwendigerweise eine schlechtere
  Infrastruktur oder ein unguenstigeres Leistungs-/Preisverhaeltnis
  bieten ( Ausserdem naehern sich die meisten Netze zur Zeit einander
  an -  Verbindungen ueber Gateways bestehen sowieso ).



  Aenderungs- und Verbesserungsvorschlaege sind jederzeit willkommen!
:
Bernd Schuler
Februar 1994


